Chefchen und ich die Vierte

Ich sitze gelangweilt über meinem Notebook und feile an meiner BWA. Ein paar Mal schaue ich über den Monitor und beobachte Chef beim sonntäglichen kochen. Er macht sich dabei wirklich sehr gut und ich sinniere halblaut darüber, ob das nackt genauso gut aussehen könnte, als er mich unsanft aus meinen Ausführungen reißt und sagt: Machst du dann die Salatsoße?
Eigentlich habe ich darauf gar keine Lust, antworte aber: Ja kann ich machen.
Ich widme mich weiter meiner Buchhaltung und verdränge den Salat, bis er irgendwann zum essen lädt.
Nach dem Essen denke ich in Hinsicht auf meine empfindlichen Spülhände nach über Platz für eine Spülmaschine und wieder reißt er mich aus den Gedanken und Weiterlesen

Chefchen und ich die Zweite

Der folgende Dialog entspricht der Wahrheit. Etwaige Ähnlichkeiten mit echten oder unechten Personen sind gewollt.

Chefchen letztens zu mir: Was hältst du eigentlich von einem Pärchenabend? (Obacht…seltsame Frage)

Ich: Hä? (erstmal dumm stellen)

Er: Wir sind ja ein Paar….A-Hörnchen und B-Hörnchen wollen mal abends vorbei kommen und wir kochen was und solche Veranstaltungen.

Was sage ich jetzt? Die letzten vierzehn Tage war ich schließlich gegen alles: Ja klingt doch gut. (glücklicherweise kann er mich nicht sehen)

Er: Ist das dein Ernst?

Ich: Ja. (NEIN)

Er: Los, sei ehrlich. (er kennt mich) Weiterlesen

Chefchen und Ich die Erste

Nach einem Blick aus dem Fenster sagt der Chef zu mir: Wir sollten noch mal raus (dabei wollte ich eigentlich gerade wieder ins Bett).

Also ziehe ich mich an, schlüpfe in meine Notfallsneakers (die ich vor Lichtjahren mal für solche Zwecke angeschafft habe) und dackel ihm hinterher.

Er: Du solltest eine Regenjacke mitnehmen.

Ich gucke genau SO: Regenjacke?!?!

Er: Ja.

Ich: Sehe ich aus, als besitze ich so etwas? Aber ich glaube, mein Mantel ist wasserabweisend.

Er: Und ich glaube kaum, dass du deinen Harrod´s Mantel im Wald ausführen solltest (ich hätte das gemacht).

Nach dem ersten Kilometer fragt er: Hast du nasse Füße? Weiterlesen

Der schlafende König

Ihn hätte ich lieben können denn er gab mir die Welt wie ich sie wollte. Jederzeit hätte ich in seinen Kängurubeutel kriechen können um verschnaufen zu können von der Welt die mich kleinen Seelenleser oftmals mehr als anstrengt und auch verzweifeln lässt. So schön nannte er mich und stark. Mit ihm bekamen die unsinnigsten Phantasien Nahrung.

Vielleicht war es auch ein Trugschluss? War es das nicht? Nannte er mich doch stark und verzieh mir keinen einen schwachen Moment? Verzieh er mir nicht die unachtsamen Worte die ich normalerweise nicht sage? Er verließ mich wie Dorian Sybil verließ…nur nicht ganz so theatralisch. Weiterlesen

Ein schöner Abend

Nur einen Bruchteil von einer Sekunde erhaschte ich sie im Augenwinkel, als sie den Raum betrat.
Sofort hatte ich ihren Gerucht in der Nase und sie sah gut aus – schwarze Mütze, schwarze Jacke – schwarz ist ihre Farbe.

Doch ich war stark, den ganzen Abend, kein Wort.
Ich versuchte sie nicht mal anzusehen, führte rege Gespräche mit allen anderen, lachte, diskutierte – es war ein schöner Abend. Weiterlesen

An alle Liebenden

Sehr geehrter Liebender,

vielen Dank für Ihre Anfrage betreffend Ihr „altes Leben“. Zu unserem Bedauern müssen wir Ihnen mitteilen, dass es unmöglich ist, ohne Einschränkungen an Ihr altes Leben anzuknüpfen. Durch Ihre Wahl, große Emotionen und kleine Gesten zuzulassen und den damit verbundenen Erfahrungen blieb uns nichts anderes übrig, als Ihnen den Rückweg in Ihre gewohnte Normalität zu verschließen. Wir verstehen Ihre derzeitige Situation und können den Schmerz und das Leid gut nachvollziehen.

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