Die Wahrheit, was Schönes und jede Menge Glitzer

Vor einiger Zeit sagte ein recht schlauer Mensch zu mir, ich solle endlich aufhören, ständig Dinge zu tun, die ich nicht will…er sagte es sehr oft zu mir. Er sagte es so oft, bis ich endlich begann, es umzusetzen. Und ich mit jedem Schritt mehr Gefallen daran fand. Und er sagte, ich solle zur Abwechslung damit anfangen, zu sagen was ich denke (er ist wirklich schlau). Auch das gefällt mir. Und dann gibt es noch jemanden, der propagiert „die Wahrheit oder was Schönes“ (er ist auch schlau, aber dummerweise jemand, dem man seine Sicht aus der Nase ziehen muss). Das gefällt mir auch. Weiterlesen

Leserbrief Spiegel Heft 02/2012

Es mag sein, dass die Optimisten der Evolution mithin der Geschichte den Schwung gegeben haben. Aber für Geschichten sind Siegertypen nicht gemacht. Das gilt nicht nur für das fiktionale, sondern auch für das wahre Leben. Wer Widrigkeiten des Lebens weg schiebt, ist unspannend und taugt nicht für die große Literatur; wohl auch nicht für die kleine. Es ist nicht das “Schoßkind des Glücks” Gustav Gans, sondern Donald Duck, der etwas zu erzählen hat.

Organspende

Hier der Original-Ton einer Unterhaltunge zweier ältere Pärchen (Er1 + Sie1, Er2 + Sie2 – genannt Tutti), alle beteiligten Personen haben das 70. Lebensjahr vollendet. Thema der Unterhaltung: Organspende.

Er1: Sag mal habt ihr das gehört mit dem neuen Organspendeausweis?
Sie1: Habt Ihr so einen Ausweis?
Tutti: Was wollen die von uns Alten noch für Teile wiederverwenden?
Er2: Na denn Pimmel.
Sie1: (lacht) Na klar, Weiterlesen

Die Kleine lernt laufen…

Es kommt selten vor, dass ich mich wundere, doch heute ist es geschehen. Ich habe etwas entdeckt, nur was ganz unscheinbares – einen Blog.

Nichts ist an dem Blog sensationell oder besonders, außer der Autor.

Vor etwas weniger wie einem halben Jahr musst ich für mich eine Grenze ziehen, da es so einfach nicht mehr weiter gehen konnte. Und leider ist diese Grenze höher, größer, weiter geworden als es mir eigentlich Recht ist. Durch viele kleine Löcher im Grenzzaun kann man allerdings erkennen, was sich dahinter tut und so nach und nach formt sich daraus ein Bild und man kann eine Entwicklung beobachten. Weiterlesen

Im Anfang war das Wort

Was ich mache? Ich mache in Worten. Ach ja ich schreibe leidenschaftlich gerne Briefe. Manchmal schicke ich auch einen ab. Doch das geschriebene Wort ist so eine Sache. Ich mag die Sprache in ihrer Vielfalt. Man kann mit dutzenden von Worten dasselbe meinen und doch nicht. Haben Sie sich schon mal darin verheddert? Schicken Sie Briefe nicht ab? Nein, sie machen eher den Eindruck auf mich, als schrieben Sie überhaupt keine Briefe. Man kann aus Worten so vieles weben. Er fragte mich einmal, dass ich wohl gern etwas webe. Worte sind Geschenke, auch wenn man sie nicht immer annehmen will. Wenn die Augen brennen und die Buchstaben zu tanzen beginnen, aber der Kopf noch so voll ist und alles raus muss. Verstehen Sie was ich meine?

Weiterlesen

Antrag zur Platonisierung der zwischenmenschlichen Kooperationsverbindung

Betreff: Platonisierung der zwischenmenschlichen Kooperationsverbindung

Sehr geehrter Herr Xxxx,
hiermit beantrage ich die Platonisierung der zwischenmenschlichen Kooperationsverbindung zwischen Herrn Xxxx und Frau Xxxxx

Aufgrund von differenten Interessenslagen und den daraus resultierenden Konflikterscheinungen ist es mir nicht möglich, den aktuellen Kooperationsstatus aufrecht zu erhalten. Bitte leiten Sie umgehend die Änderung des Kooperationsstatus in den bei Ihnen betreffenden soziobiologischen Komponenten in die Wege. Weiterlesen

mrs smith´s Gedanken zu Fabios Gedanken über Frauen

Während Fabio mit seinem imaginären Wein und der Zigarre im nicht vorhandenen Sessel sitzt, liege ich mit einem echten Dolcetto und den Gauloises auf dem Sofa und denke nach über sein Geschriebenes. Ich denke darüber nach, ob und inwiefern er Recht hat. So wie Fabio das Gehabe der „Ladys“ anwidert, widert mich das Gehabe der „Gentlemen“ an.

Ich bin ein „street smarter“. Ich erkenne euch an eurem Gartenzaun. Ich erkenne auf den ersten Blick, was ihr wollt und wer ihr seid. Wie Fabio erkenne ich Lügen auf den ersten Blick. Meist schon bevor sie ausgesprochen werden. Aber im Gegensatz zu ihm spreche ich sie nur an, wenn ihr mir zeigt, dass es sich lohnt. Selten ist das der Fall. Weiterlesen

Fabio Capone´s Gedanken zu Frauen

Wäre dies ein Film, würde ich im Halblicht, Zigarre rauchend in einem Sessel sitzen, kurz leise aber hörbar schmunzeln während ich nach meinem Weinglas greife.

Würde von meiner wilden Jugendzeit erzählen und erwähnen, dass aber heute alles anders ist.

Das die Frau von heute sich für emanzipiert hält, es aber bei weitem nicht ist, da sie sich von ihrer Frauenrolle totalstens entfernt hat.

Ich würde sagen, dass ich mich für überdurchschnittlich gebildet, der Logik sehr zugewandt, romantisch und einfühlsam halte.

Dazu müsst ich am Rande natürlich erwähnen, dass mein Verdienst Hand in Hand mit meiner Intelligenz geht. Weiterlesen

Die Politik der Wünsche und der Lerneffekt

Eins gleich vorweg – ich bin kein Esoteriker

Wenn es mir schlecht geht lese ich. Ich verschlinge Unmengen an Büchern und begeistere mich in schlechtem Gemütszustand für allerlei Thematik, die ich mit klarem Kopf wahrscheinlich eher nicht anrühren würde. Nach der ersten schlimmen Herzensangelegenheit hielt Solschenizyn Einzug in meinen Kopf und bei der letzten Leopold Bloom. Nachdem ich mir im März so manche Stunde mit Mr Bloom um die Ohren geschlagen hatte, fiel mir in meinem Bücherschrank ein Buch in die Hände, welches dort schon unbeachtet einige Jahre Staub ansetzen konnte. Es handelte vom Wünschen und dem Weg zum richtig formulierten Wunsch. In einer der ganz dunklen Stunden, die ich vorzugsweise nachts in meiner DekoKüche zu brachte, beschloss ich es auszuprobieren (denn schlimmer konnte es sowieso nicht kommen) und stapelte gleich richtig hoch. Ich wünschte mir zwei vollkommen absurde Dinge, die SO im Normalfall eigentlich nicht zustande kommen können. Das ganze garnierte ich mit einem Zeitlimit, noch ein paar Extras (um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen; schließlich sollte es ja nicht nach Zufall aussehen) und schickte meine Wünsche nach Anleitung in die Weiten des Universums. Weiterlesen