Zur Oxford-Station eine halbe Stunde

Ich habe Hunger, doch ich brauche nichts zu essen. Einfach unfair sein wollen dürfen, wenn man es will. Und dann kommt doch der Verstand dazwischen und erklärt, dass man keinen Grund dazu hat und nicht haben darf. Ja so einfach ist das oder eben nicht. Ich frage mich, ob man Emotionalität verlernen kann oder ob es nur einfach daran liegt, dass das Gegenüber die Dinge anders wahrnimmt (Sender und Empfänger-haben wir ja gelernt)…wo ich mich doch selbst nicht unemotional wahrnehme. Manchmal weiß ich gar nicht wohin damit! Weiterlesen

Im Anfang war das Wort

Was ich mache? Ich mache in Worten. Ach ja ich schreibe leidenschaftlich gerne Briefe. Manchmal schicke ich auch einen ab. Doch das geschriebene Wort ist so eine Sache. Ich mag die Sprache in ihrer Vielfalt. Man kann mit dutzenden von Worten dasselbe meinen und doch nicht. Haben Sie sich schon mal darin verheddert? Schicken Sie Briefe nicht ab? Nein, sie machen eher den Eindruck auf mich, als schrieben Sie überhaupt keine Briefe. Man kann aus Worten so vieles weben. Er fragte mich einmal, dass ich wohl gern etwas webe. Worte sind Geschenke, auch wenn man sie nicht immer annehmen will. Wenn die Augen brennen und die Buchstaben zu tanzen beginnen, aber der Kopf noch so voll ist und alles raus muss. Verstehen Sie was ich meine?

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Antrag zur Platonisierung der zwischenmenschlichen Kooperationsverbindung

Betreff: Platonisierung der zwischenmenschlichen Kooperationsverbindung

Sehr geehrter Herr Xxxx,
hiermit beantrage ich die Platonisierung der zwischenmenschlichen Kooperationsverbindung zwischen Herrn Xxxx und Frau Xxxxx

Aufgrund von differenten Interessenslagen und den daraus resultierenden Konflikterscheinungen ist es mir nicht möglich, den aktuellen Kooperationsstatus aufrecht zu erhalten. Bitte leiten Sie umgehend die Änderung des Kooperationsstatus in den bei Ihnen betreffenden soziobiologischen Komponenten in die Wege. Weiterlesen

Der schlafende König

Ihn hätte ich lieben können denn er gab mir die Welt wie ich sie wollte. Jederzeit hätte ich in seinen Kängurubeutel kriechen können um verschnaufen zu können von der Welt die mich kleinen Seelenleser oftmals mehr als anstrengt und auch verzweifeln lässt. So schön nannte er mich und stark. Mit ihm bekamen die unsinnigsten Phantasien Nahrung.

Vielleicht war es auch ein Trugschluss? War es das nicht? Nannte er mich doch stark und verzieh mir keinen einen schwachen Moment? Verzieh er mir nicht die unachtsamen Worte die ich normalerweise nicht sage? Er verließ mich wie Dorian Sybil verließ…nur nicht ganz so theatralisch. Weiterlesen