Die Wahrheit oder was Schönes – ganz ohne Glitzer

Die Wahrheit oder was Schönes – das Credo vom Koch, denn es ist die Wahrheit und diese ist oftmals nicht schön.

Es gibt drei Möglichkeiten, wie sich Wahrheit und Schönheit begegnen, wobei der Fall Wahrheit und was Schönes die seltene aber sehr schön Ausnahme bliebt. Deshalb sollen nun die anderen Möglichkeiten etwas genauer beleuchtet werden – ganz ohne Glitzer.

Die Wahrheit

Die Wahrheit ist das Edle, das Reine und das hohe Ideal.
Doch die Wahrheit ist auch oft sehr unangenehm, hart und nichts was jeder gerne hört. Sie können das gerne selbst überprüfen und einmal, nur für sich selbst, die Wahrheit laut aussprechen. Nutzen Sie doch gleich die erste Gelegenheit des Tages, wenn Sie morgens vor dem Spiegel stehen und beschreiben Sie das zu sehenden Bild und Gesicht. Vermutlich motiviert das in den meisten Fälle nicht für den Tag.

Besonders weh tut die Wahrheit, wenn man Sie eigentlich bereits weiß, aber erfolgreich verdrängt und man sie dann von anderen Menschen aufgezeigt bekommt. Das sorgt meist für Unstimmigkeiten und Ärger. Und das hat die Gesellschaft sehr erfolgreich gelernt und verinnerlicht. Oder sind Sie schon einmal in der Fussgängzone angesprochen worden… “also entschuldigen Sie, die Hose geht gar nicht….”, oder “Sie könnten auch mal etwas Sport machen, Ihre Figur hat den gesunden BMI-Bereich schon deutlich verlassen”. Nein, dass wird nicht passieren, denn die Menschen mögen im allgemeinen keine Konflikte. Leider führt diese Phänomen dazu, dass die Unwahrheit gesellschaftsfähig geworden ist und kein Mensch mehr die Wahrheit sagt, geschweige denn hören will.
Dies sorgt auch dafür, dass sich Menschen, die etwas mehr Gehirnschmalz abbekommen haben, oft mit Ihrem Gewissen in einen Konflikt geraden und am liebsten der ganzen Welt mal die Wahrheit und den morgendlichen Spiegel vorhalten möchten.

Wir fassen für den ersten Teil zusammen: Die Wahrheit ist selten schön und keiner ist bereit Sie zu verbreiten, da oft Ungemach droht.

Was Schönes

Das Schöne ist schwer zu finden. Wirklich? Ja, wirklich.

Es geht unter im Alltag und der Hektik des Lebens. Außerdem ist es den Menschen zu anstrengend, sich auf etwas Schönes zu besinnen oder es zu suchen und zu erkennen. Überlegen Sie mal, wann Sie das letzte Mal irgendwo inne gehalten haben, weil Sie etwas Schönes gesehen haben. Nein meine Damen, ich meine damit nicht ein paar Pumps im Schuhgeschäft, sondern die Dinge und Momente, die einen für einen kleinen Augenblick komplett aus dem Jetzt und Hier herausreißen und einen kurz tief einatmen lassen.

Leider ist es so, dass die Menschen nur schöne Sachen hören wollen. Also gibt sich der Mensch und die Gesellschaft die größte Mühe, alles schön zu reden.

Ein paar Beispiele gefällig?

“Der Stoff ist schlecht geschnitten bzw. fällt ungünstig” anstatt “der Arsch ist zu fett für das Kleid”.

“Sie haben aber ein lebhaftes und aufgewecktes Kind.” anstatt “Boah, was für ein Schrei-Kind.”

“Es gibt Potential für die Weiterentwicklung” anstatt “Das wurde schlecht umgesetzt.”

Und da der Überbringer unschöner Nachrichten traditionell gesteinigt wird, haben Sie die Möglichkeit, nichts mehr zu sagen oder zu lügen.

Fazit II: Das Schöne was uns heute noch begegnet ist auf den zweiten Blick, alles anderes als das.

Hinterfragen Sie also alles Schöne!

Die Wahrheit und was Schönes

diewahrheitoderwasschönesDie Wahrheit und was Schönes sind die ganz selten Momente im Leben, bei denen Ihnen etwas Schönes begegnet und Sie gleichzeitig die Gelegenheit bekommen, dies mit jemand anderen zu teilen. Dazu bedarf es zu allererst des gleichen Verständisses oder Empfinden, was als “schön” empfunden wird. Sollte das einmal passieren, so muss es noch als wahres erkannt und ausgesprochen werden.

Vermutlich grübeln Sie schon, was die “Wahrheit und was Schönes” für Momente hervor bringt. Es sind die ganz selten Momente, an die man sich ein Leben lang erinnert; darunter befinden sich vorallem einige “erste Male” wie der erste Kuss, die ersten Worte des eigenen Nachwuchses , der Heiratsantrag (naja, oder auch nicht). Das sind großartige Momente, selten Momente.

Die Wahrheit und was Schönes finden Sie leider sehr selten im Alltag, doch auch da gibt es diese Moment, doch muss man sie bewußt suchen oder entstehen lassen. Fragen Sie sich doch selbst ein Mal, ob es Ihnen jetzt gerade gut geht, ob Sie gesund sind, oder ob Sie glücklich sind, ob Ihnen das Essen schmeckt, usw. Wenn Sie ein “Ja” finden, machen Sie sich dessen bewußt. Das könnne Sie auch gerne mit anderen Menschen teilen bzw. Ihre Lieben mal danach fragen. Ich drücke Ihnen die Daumen.

Wir erkennen an dieser Stelle, dass dieser Fall deutlich seltener auftritt, als nur die Wahrheit oder nur das Schöne.

Und der Glitzer?

Der Glitzer! Ja, der Glitzer! Der Glitzer macht es auch nicht besser. Beschönigen, Schönreden, Schöngetue, allein die Wortbezeichnungen deuten daraufhin, das man etwas ansehnlicher gestalten will, als es in Wirklichkeit ist. Und diese Wirklichkeit ist die Wahrheit.

Der Glitzer sorgt nur für nur zur Steigerung der gesellschaftlichen Akzeptanz aller Unwahrheiten und zur Verdrängung der Wahrheit.
Sparen Sie sich einfach den Glitzer und nehmen Sie die Wahrheit an, auch wenn Sie unschön ist – Ihr Gewissen wird es Ihnen danken. Und noch ein Tipp: die Kraft etwas zu Verdrängen, sich etwas schön zu reden oder Lügen aufrecht zu erhalten, können Sie viel besser dazu nutzen, das Schöne im Alltag zu suchen und mit möglichst vielen zu teilen.

Der Koch.

PS: mrs smith wird mich dafür hassen, denn es ist die Wahrheit.

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