Der schlafende König

Ihn hätte ich lieben können denn er gab mir die Welt wie ich sie wollte. Jederzeit hätte ich in seinen Kängurubeutel kriechen können um verschnaufen zu können von der Welt die mich kleinen Seelenleser oftmals mehr als anstrengt und auch verzweifeln lässt. So schön nannte er mich und stark. Mit ihm bekamen die unsinnigsten Phantasien Nahrung.

Vielleicht war es auch ein Trugschluss? War es das nicht? Nannte er mich doch stark und verzieh mir keinen einen schwachen Moment? Verzieh er mir nicht die unachtsamen Worte die ich normalerweise nicht sage? Er verließ mich wie Dorian Sybil verließ…nur nicht ganz so theatralisch.

Er versprach Heilung. Sowie ich sie ihm wortlos versprach. Ich konnte durch seine Augen in sein Gehirn eintauchen. Ich sah sein Glühen. Es bestand die Chance dass selbst zwei Wesen wie uns Heilung zukommen kann. Dass nicht nur die anderen zu Weihnachten ihre Eierkuchen abholen.

Ein kleines Leben später fühlt es sich immer noch so an. Doch man folgt gewissen Gedanken dann etwas anders. Trotzdem ist es wie sterben – sehr langsam. Es gibt keine Mitte. Dieser Mittelweg mit seinen kleinen Unzulänglichkeiten. Den gibt es nicht denn er ist versperrt. Ich vermute ihm auch. So wie man die kleinen Warnungen verhallen lässt. Übersehen und überhört.

Ich sehe ihn vor mir liegen auf dem Plateau der Pyramide wie das Opferlamm. Ist er das? Würde es einen Unterschied machen wer ihm das Herz heraus schneidet? Unwichtig wenn sich nur jemand findet der es wieder einsetzt. Damit die alten Schmerzen keine Rolle mehr spielen. Wenn es ihm egal ist ist es mir auch gleich.

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